die CSA

Das Csa Projekt Basta – die erste grosse Baustelle, die wir uns zugetraut haben – besteht seit 2013.

Als Csa Projekt kultivieren wir 9 ha Land, die wir von Anfang an in Bio umgestellt haben. Schwerpunkt unserer CSAs ist der Gemüseanbau auf 1,7 ha und 0,5 ha Kartoffel. Auf der restliche Fläche finden ein Gewürz- und Heilkräutergarten und, integriert in einer Fruchtfolge, Winterweizen, Gründüngung, Öllein und weitere experimenten ihrem Platz.

Im Gemüsegarten wächst eine grosse Vielfalt an Sorten und Arten: wir bauen  über das Jahr mehr oder weniger jedes Gemüse an, die in unseren Breitgraden gedeihen kann. Im 600 qm Folientunnel wachsen Tomaten, Gurken, Paprika und Auberginen – und für ein paar Experimente, die hauptsächlich unsere Neugierde erwecken (Artischocken, Physalis, Melonen) gibt es auch die eine oder andere Ecke.

Wir benutzen ausschliesslich samenfeste Sorten, und pflegen, für jede Gemüseart mehrere Sorte anzubauen, um neue und alte Sorten auszuprobieren und zu entdecken.

Die komplette Ernte wird durch 147 „Ernteanteile“ geteilt, die wir dann jeden Donnerstag in drei Abholorten in Berlin liefern. Drei Anteile werden direkt am Hof von Menschen aus der Region abgeholt. Hinter einem Enteanteil steckt manchmal eine Familie, manchmal eine WG, und so sind es um die 400 Menschen, die unsere Gemüse über das ganzes Jahr essen und dessen Produktionskosten tragen. Die grundsätzliche Entscheidungen für die Anbau-und Finanzplanung – sowie für die Selbstverwaltung der Versorgungsgemeinschaft – werden auf Konsensbasis getroffen: die Arbeit am Hof besteht dadurch auch aus Kommunikation und aus Beobachtung und Verständnis von Gruppendynamiken.

Die Gemüseproduktion ist in unserem Modell insofern von Geld entkoppelt, dass die Menschen einen monatlichen Beitrag zahlen, das dazu dient, die Kosten des Projekts zu tragen unabhängig von der Gemüsemenge, die geliefert wird. Das gibt den Menschen am Hof eine Entspannteren Umgang mit der Produktion und Wetterfeste Einkommessicherheit. Die Menschen am Hof können ihre finanzielle und arbeitsbezogene Bedürfnisse in dem Finanzplan Raum zu geben und mit dem Menschen in der Stadt sich darüber austauschen. Diese haben wiederrum die Möglichkeit, die Höhe ihrem Beitrag an ihre individuelle Situation anzupassen. Die Deckung der Kosten wird nämlich durch einen Bietverfahren gesichert:  jede Abnehmer_in bestimmt selbst, wieviel Geld sie für die kommende Saison beisteuern möchte – wichtig ist nur, dass alle Gebote zusammen kostendeckend sind. Bisher hat dieser System sehr gut funktioniert.

Wir wollen zeigen, dass eine bäuerliche Landwirtschaft, wo Menschen ihre Bedürfnisse berücksichtigen und sich ausserhalb des Ackers auch weiter entwickeln können, möglich ist.

Die Menschen die unseres Gemüse essen  sind ausserdem eingeladen, zum Hof zu kommen und auch mitzuhelfen. Dadurch werden einige der intensievsten Arbeitszeiten – vor allem die Pflanz-und Erntezeit – auch soziale Momente, die mit viel persönlichem Kontakt und Ideentausch, dafür aber mit weniger Maschinenansatz verlaufen.

Seit 2015 ist im Garten ein Ausbildungsplatz für die Freie Ausbildung (Demeter) entstanden und es kommen für begrenzte Zeit immer wieder Menschen, die ein Praktikum bei uns absolvieren. Auf diese Weise gibt die CSA uns auch die Möglichkeit, die erste Schritte in der Vision von Basta als Lernort zu wagen.

Wenn Du Interesse hast Teil der CSA zu sein – und einen Ernteanteil beziehen willst, dann schreib uns ein E-Mail an: willkommen(at)csa-basta.org